Leiden -

Johannespassion

20. Februar 2021, 19:30Uhr

Reformierte Kirche Nidau

21. Februar 2021, 17:00Uhr

Reformierte Kirche Nidau

2020 feiert der Bachzyklus Nidau sein 20-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass führt das Collegium Musicum Biel Bachs monumentales Werk, das die Leidensgeschichte Jesu in den Worten des Evangelisten Johannes nacherzählt, auf und hat sich für die historisch informierte Aufführung das larynx|vokalensemble als musikalischen Partner erwählt. Die solistische Besetzung, in der die Solisten sowohl den Part der Arien als auch der Chöre übernehmen, ermöglicht eine besondere Dynamik, die das Publikum dieses einzigartige musikalische Werk in seiner ganzen Kraft erleben lässt.

Orchester: Collegium Musicum Biel

Leitung und Evangelist: Jakob Pilgram

Verschoben auf 19./20. März 2022 

M. Maeder: Espirito da Floresta
 
 
Samstag, 22. Mai 2021, 19:00 Uhr, St. Margarethen-Kirche Binningen
Über Jahrmillionen hat sich im Regenwald eine feinst austarierte Klanglandschaft entwickelt. Die Stimmen seiner hoch spezialisierten Bewohner*innen überlagern sich praktisch nie, im akustischen Raum des Waldes ist alles wohlgeordnet. Schon einzelne Baumfällungen verändern die Klangwelt des Waldes, seine Symphonie wird eintöniger. Ganz besonders zu schaffen macht dem Wald der steigende CO2-Gehalt. Um diesen auszugleichen, schliessen Blätter ihre Poren, verdunsten weniger Wasser, und es wird trockener.Der Naturwissenschaftler und Komponist Marcus Maeder befasst sich seit vielen Jahren mit Veränderungenin der Biosphäre durch den Klimawandel. Für ESPÍRITO DA FLORESTA hat er Messdaten von CO2-Konzentrationen vertont und macht deren Einfluss auf die Klanglandschaft des Regenwaldes hörbar. Das Konzert lebt von geheimnisvollen Klangwelten, die in Dialog gesetzt sind zum geflüsterten Text der eindrucksvollen und alarmierenden Ergebnisse der Forscher*innen der nationalen Forschungsstation Amazoniens, dem INPA.
Co-Produktion mit dem KlimaKontor Basel: www.klimakantor.ch

Liebe - 

Brahms 

Mittwoch, 21. April 2021, 19:30Uhr

H95 Basel

Donnerstag, 22. April 2021, 19:30Uhr

Altes Stadthaus Winterthur

Freitag, 23. April 2021, 19:30Uhr

Klosterkirche Sursee

Sonntag, 25. April 2021, 19:00Uhr

Aula Gerenmatte Arlesheim

In diesem kammermusikalischen Abend nimmt Johannes Brahms das Publikum des larynx|vokalensemble mit auf eine emotionale Reise durch alle Facetten der Liebe.Brahms verarbeitet in diesen Werken seine unglückliche Liebe zu Clara Schumanns Tochter Julie. Während die Liebesliederwalzer von fast durchwegs berauschtem und verliebten Charakter geprägt sind und den glückseligen Zustand Brahms widerspiegeln, erhalten wir in der Alt-Rhapsodie einen tiefen Einblick in Brahms‘ niedergeschmetterte Gefühlswelt, nachdem er erfährt, dass sich Julie mit einem italienischen Grafen verlobt hat. In den abschliessenden Neuen Liebesliedern hat Brahms das Erlebte hinter sich gelassen und zeigt sich mit der Welt versöhnt. Das letzte Lied trägt den Titel «Nun, ihr Musen, genug» und zitiert das musikalische Hauptthema der Rhapsodie: genug geklagt also, Zeit nach vorne zu blicken!

Klavier: Johanna Scherer & Alena Sojer

Leitung: Jakob Pilgram

M. von Castelberg: Motetten

Samstag, 2. Oktober 2021, Zürich

Präsentationskonzert der CD-Einspielung «Lieder und Motetten von Martha von Castelberg»

Weitere Infos hier

Trauer –Jesu, meine Freude

 

Samstag, 30. Oktober, Theodorskirche Basel

Sonntag, 31. Oktober, Kath. Kirche Kaiseraugst

 

 

Im Zentrum des Konzertes Trauersteht die Choralmelodie Jesu, meine Freude von Johann Crüger über den Text von Johann Franck. Berühmt wurde der Choral vor allem durch seine Verwendungin Johann Sebastian Bachs fünfstimmiger, gleichnamiger Motette. Bach komponierte sie zwischen 1723 und 1735, vermutlich für eine Begräbnis-oder Gedächtnisfeier. Musikalisch im Ton einer Trauermusik gehalten, vermittelt der Text die Abkehr von den weltlichen Dingen und die Hinwendung zum Geist Jesu, der über alle Traurigkeit triumphiert.

 

Bachs Motette ist kunstvoll gebaut. Sie besteht aus 11 Einzelsätzen. Zwischen die sechs Choralstrophen setzt und vertont Bach jeweils eine Stelle aus dem Römerbrief. Zentralstück des Werkes ist die Fuge«Ihr aber seid nicht fleischlich», um welche die anderen Sätze symmetrisch gruppiert sind. Umschlossen wird das Werk von zwei musikalisch identischen Choralstrophen. Zwei Spruchmotettenbilden den zweiten und den vorletzten Satz und greifen ebenfalls auf gemeinsames musikalisches Material zurück. Zwei dreisätzige Gruppen aus Choral, Terzettund freier Choralbearbeitung, deren Teile jeweils motivisch korrespondieren, vollenden die zentralsymmetrische Anordnung.

 

Gleichermassen symmetrisch gestaltet sich auchdas Programm Trauer. Als grosse Klammer erklingen die beiden Motetten Jesu, meine Freude. Zu Beginn jene von Johann Friedrich Doles. Dieser war indirekter Nachfolger Bachs als Thomaskantor und kannte zweifelsohne das Werk seines Vorgängers, anders sind die musikalischen Verwandtschaften nicht zu erklären. Ganz am Ende dann jene von Johann Sebastian. Eingeleitet werden beide Motetten durch Orgelvorspiele über die Choralmelodie von Johann Crüger. In der Mitte des 11 Werke umfassenden Programmes findet sich die doppelchörige Motette von Johann Michael Bach, die ebenfalls die Choralstrophen mit anderen Texten aus der Bibel, in dem Fall aus der Offenbarung, verflicht. Zwei dreiteilige Werkgruppen, die jeweils aus einer doppelchörigen Motette von Johann SebastianBach, einer Cantus Firmus-Motette sowie einer fünfstimmigen Motette der Bachfamilie bestehen, vervollständigen das Programm.

 

Allen Motetten liegen dabei Texte zu Grunde, die sich mit der Endlichkeit des Daseins und einem möglichen Leben im Jenseits beschäftigen. Texte, die gerade gegen Ende des Kirchenjahres, wenn man der Verstorbenen gedenkt und die Hinterbliebenen trauern, Trost und Hoffnung spenden. Gleichsam der letzten Zeile des Chorals: «Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude».